MZ ES 150 – Vorderradbremse erneuern

Gestern war ja der erste Testlauf nach dem Öleinfüllen und augenscheinlich war alles dicht. Heute Morgen dann unter dem Motor ein kleiner frischer Ölfleck. Hmmm ? Wo kommt der denn her ?

Also Motorrad ins Freie geschoben und siehe da, am Kabelbaum zur Lichtmaschine hängt ein Tropfen. Also Kabel und Durchführung saubergewischt und ein paar Stunden gewartet.

Nachmittags findet sich ein neuer kleiner Tropfen an derselben Stelle. Es scheint, als würde der aus dem Motorgehäuse stammen und am Kabel nach unten gelaufen sein. Allerdings ist an dieser gar kein Öl. Ist vielleicht der Deckel hinter der Lichtmaschine undicht ?

Mittlerweile bin ich recht fix mit dem Abbau des Seitendeckels und der Abdeckung darunter. Also lieber mal nachschauen. Unter dem Deckel ist alles Trocken. Keine Ölansammlung, keine Schleuderspuren. Vielleicht mussten die Dichtungen erst noch etwas quellen. Also zur Sicherheit das Kabel nochmal richtig ölfrei gewischt und gewartet. Alles bleibt trocken. Ich hoffe das bleibt nun so.

Also alles wieder zusammenbauen. Das rechte Fußrastenrohr scheint leicht schief zu stehen. Ersatz ist schon in der Garage, leider für die linke Seite. Die Seitenteile aus Blech lasse ich erstmal noch weg, erstmal schauen, ob wieder Tropfen ihren Weg nach draußen finden.

Also kümmere ich mich um die Bremsen. Die Bremsen waren zwar noch OK, aber es geht ja vielleicht besser. Als Ersatz für die MZ Originale kommen nun FEDORO Beläge zum Einsatz. Also fange ich mal beim Vorderrad an. Nach Ausbau der Steckachse hat man schon das Rad, die Bremsankerplatte und die rechte Nabenabdeckung in der Hand.

Es ist wirklich beeindruckend, wie einfach und schrauberfreundlich dieses Motorrad konstruiert ist.

Kaum war das Vorderrad ausgebaut, da setzte ein ordentlicher Wind ein und Wolken zogen auf. Also etwas zügiger arbeiten, daher gibt es diesmal weniger Fotos.

Die Bremsbeläge sehen von der Belagstärke noch gut aus, haben aber eine glatte glasige Oberfläche. Die Bremstrommel ist schmutzig, hat leichte Rostporen an einer Stelle leichte Rostporen ist aber darüberhinaus einwandfrei.

Die alten Beläge sind schnell entfernt und die Bremstrommel und die Ankerplatte werden mit Bremsenreiniger und Messingbürste gereinigt. Die neuen Teile bekommen ein bisschen Fett/Kupferpaste an die beweglichen Teile und dann wird alles wieder zusammengebaut.

Es hat zwar schon angefangen leicht zu regnen, doch die Bremse muss noch eingestellt werden. Nachdem dies erledigt ist und die Bremse nun nach kurzem Zug ordentlich zupackt, war gerade noch Zeit das Werkzeug zusammenzuräumen und das Motorrad auf eine Pappe zur Tropfkontrolle zu stellen, und schon setzte richtiger Regen ein.

Zwar nicht alles geschafft, aber einen weiteren Teil erledigt.

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