MZ ES 150 – Hinterradbremse und Fußrastenrohr

Auch nach 7 Tagen hat sich kein neuer Öltropfen unter dem Motor sehen lassen. Die Unterlage ist absolut sauber geblieben. Vielleicht stammte das Öl vom, für den Einbau und den Start, benetzten Simmerring.

Aber zurück zum Thema. Die Vorderradbremse ist ja schon erneuert, weiter geht es mit der Hinterradbremse. Das Ausbauen ist schnell und einfach. Untere Strebe lösen. Steckachse entfernen. Rechts neben das Motorrad stellen und das Motorrad auf die rechte Seite kippen. Nun kann das Hinterrad (wie beim Reifenwechsel) nach hinten herausgenommen werden.

Die Bremsankerplatte kann einfach herausgenommen werden. Das Bremsseil kann an der Fußbremse ausgehängt werden und schon kann das ganze bequem auf der Werkbank weiterbearbeitet werden.

Dann alles auseinandergebaut, bis auf den Bremskontakt, den habe ich eingebaut gelassen. Alles mit Bremsreiniger und Messingbürste gereinigt und schon konnte die Bremse wieder montiert werden. Die Metallzunge/Kontaktfeder des Bremsnocken hat einen Riss, funktioniert aber noch. Ist aber etwas, das ich im Hinterkopf behalten werde.

Einstellschraube und Konterschraube für den Bowdenzug habe ich neu, aber nach den Bürsten und Reinigen ist die alte originale noch OK und passt gut zum Gesamtbild.

Die neue Feder für die Bremse ist unauffindbar. Nach einigem Suchen kommt die alte Feder zum Einsatz.

Der Einbau geht genauso schnell wie der Ausbau, es wirklich beeindruckend, wie Schrauberfreundlich dieses Motorrad ist. Je vertrauter man mit der Technik ist, um so mehr können diese Lösungen begeistern.

Weiter geht es mit den vorderen Fußrasten. Die rechte Raste steht schon immer merkwürdig schief. Vor dem Einhängen des Bremsseils in das Bremspedal soll auch diese Stelle noch korrigiert werden. Das Motorrad wird an die Wand gestellt und stützt sich mit der linken Fußraste auf einem Sockel ab. Zur Sicherheit kommt zwischen Mauer und Tank noch eine Decke.

Nach dem Lösen der Klemmschelle kann das Fußrastenrohr durch Drehen und Ziehen herausgezogen werden. Im direkten Vergleich mit dem Neuteil zeigt sich, wie sehr das Rohr abgeknickt war. Das Fußrastengummi konnte nur mit viel Wärme und einer Zange (mit Tuch gepolstert) abgezogen werden.

Die neue Welle wurde mit Fett gefüllt und mit dem Kunststoffhammer in Position geklopft. Durch Drehen mit der Rohrzange wurde die richtige Position kontrolliert. Nun stehen die vorderen und hinteren Fußrasten parallel zueinander.

Wie so oft in den letzten Tage war nicht Schluss, weil die Arbeit fertig war, sondern weil es heftig angefangen hat zu regnen. Dann hoffen wir mal, dass morgen das Wetter besser wird. Die Probefahrt wartet.

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