Wartburg 311 Rundheck Kombi – Anfertigen einer Schablone für das Blech der C-Säule

Weiter geht es mit dem Kombi. Diesmal ist das Anfertigen einer Schablone für das Blech der C-Säule Thema.

Da der Kaffee in Werkstatt recht schnell auskühlt habe ich mir einen Warmhaltebecher gegönnt. Hält den Kaffee warm und schützt vor Staub. Sieht zwar mit der Trinköffnung aus, wie ein billiger ToGo-Becher ist aber deutlich angenehmer. Man trinkt wie aus einer normalen Tasse. Sehr praktisch, gerade für kühle Tage.

Da die Werkstatt klein ist und sowohl drinnen, wie auch draußen gearbeitet wird, sind die sperrigen Dinge mit Rädern versehen. In den nächsten Tagen soll das nächste Werkzeug auf Räder gestellt werden.

Aber nun wirklich zum Kombi. Die C-Säule ist im unteren Teil sehr angefressen. Im Prinzip ist die C-Säule einfach ein U-Profil.

Nun könnte man einfach oben die Schweißverbindung trennen und das ganze Teil neu fertigen. Problem dabei ist, dass man dann wieder im Holzbereich schweißen müsste. Man verliert die originale Schweißnaht. Es geht originale Blechsubstanz verloren und man verliert den oberen Bezugspunkt, der jetzt Position und Lage des oberen Anschlusses der C-Säule definiert.

Das sich die Rostschäden im Rahmen halten soll hier ein Teilersatz erfolgen.

Die Bleche der C-Säule haben einfache gerade Flächen. Nur unten und oben befinden sich die Schweißnähte, die optisch den Eindruck erwecken, als sei das Blech hier geknickt. Bei genauer Betrachtung sieht es aber eher so aus, als sei das Seitenteil so eng wie möglich an der C-Säule und die C-Säule auf das Blech gestellt und dann der Bereich verschweißt worden.

Wie bei der Holzausklinkung ist auch beim Reparaturblech der untere Abschnitt aufgrund der unterschiedlichen Winkel die Herausforderung.

Also, ich möchte die Position der Löcher erhalten, die Abmessungen und die korrekten Winkel. Dazu wird eine Schablone angefertigt. Aber nicht wie bisher, sondern mit Klebeband wie beim Kopieren von aufwändigen Karosserieformen.

Die Schablone wird größer als die Reparaturstelle angelegt damit die oben Nagellöcher noch als Bezugspunkte für die Schablone genutzt werden können. Die Nagellöcher sollen erhalten bleiben, da diese mit den Nagellöchern des Blechrahmens übereinstimmen.

Für die Schablone kommen zwei Klebebänder zum Einsatz.

Erstens eine Lage Malerkrepp, dies lässt sich leicht vom Blech lösen und bildet die Grundlage. Dann diagonal versetzt eine Lage 3M Tartan Filament-Klebeband und darauf wiederum, diesmal in entgegengesetzter Richtung eine weitere Lage 3M Tartan Filament-Klebeband, kreuzend.

Anschließend kann mit Schere oder Messer direkt am Blech zugeschnitten werden. Abkantungen können direkt auf der Schablone angezeichnet werden. Die Löcher werden direkt durchstochen.

Nach dem vorsichtigen Abschälen der Schablone hat man so eine gute, stabile Vorlage für das neu zu fertigende Blech.

Abschließend wird die Schablone noch am alten Holz anprobiert und die gegenüberliegende Seite betrachtet bezüglich der Schweißnaht der C-Säule und der Ausklinkung für das Scharnier des hinteren Fensters.

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