Wartburg 311 Rundheck Kombi – C-Säule entrosten mit Elektrolyse

Die C-Säule ist von der Rückseite schlecht zugänglich und schlecht zu bearbeiten. Wie bekommt man dieses schmale U-Profil am besten rostfrei?

Den flüssigen Rostumwandler hatte ich ja testweise schonmal einwirken lassen, aber richtig überzeugt hat er nicht. Das lag vielleicht an den niedrigen Temperaturen.

Sandstrahlen ist laut, dreckig und aufgrund der Platzverhältnisse bei dem Teil landet das Strahlgut überall.

Schleifen war schon im Bereich der Schweißnaht eine Herausforderung, ist also auch nicht optimal. Dazu kommt, dass alle genannten Varianten mehr oder weniger die Substanz reduzieren.

Ich habe im Frühjahr mal ein paar kleine Tests mit Stahlteilen im Elektrolysebad gemacht. Das war wirklich überzeugend. Der Rost ist weg und die Substanz bleibt. Also wird das Verfahren auch an der C-Säule zum Einsatz kommen.

Es wird nur ein Gleichstrom-Netzteil (oder eine Batterie) benötigt, ein passendes Gefäß, Wasser – hier mit Waschsoda und ein Opferblech.

Rot kommt ans Opferblech, Schwarz an das zu entrostende Teil. Opferblech und das zu entrostende Teil kommen in die Soda-Lauge, ohne sich zu berühren. Nach 22 Stunden in diesem Fall ist der Rost verschwunden.

Es bildet sich Wasserstoff bei der Elektrolyse, also an Belüftung denken.

Als Opferblech nur normalen Stahl- oder Eisen nehmen. Bei Edelstahl entstehen Gifte.

Ich empfehle jedem sich selbst zum Thema einlesen und dann viel Spaß beim elektrochemischen Entrosten. Mein Aufbau und diese Beschreibung sind weder eine Anleitung, noch die Empfehlung es nachzumachen.

Mit einem rauen Schwamm wird der Bereich gereinigt und es bleibt das blanke Blech zurück.

Anschließend wurde das Blech mit Phosphorsäure dünn eingepinselt, sodass sich eine schützende Phosphatschicht bildet.

Sobald es die Temperaturen wieder zulassen, kommt schützender Lack/Grundierung auf die blanken Stellen.

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